Spot Satellite GPS Messenger

Wir leben im Zeitalter der Smartphones. Entsprechend gut ausgebaut sind auch die Handynetze, und das nicht nur in den HighTech-Ländern wie Deutschland. Als ich 2006 zum ersten Mal Rumänien bereiste, war ich erstaunt, wie gut selbst abgelegene Orte versorgt waren.

Dennoch gibt es überall noch jede Menge weißer Flecken auf der Karte, wo ein Handyempfang nicht möglich ist.

Wenn man wie ich gerne alleine reist oder als Guide Verantwortung für eine Gruppe übernimmt, dann macht man sich auch darüber Gedanken, wie man im Notfall Hilfe holen kann oder auch mal einfach Abends zu Hause Bescheid geben kann, dass alles in Ordnung ist.
Bei der Allgäu-Orient-Rallye 2011 waren wir ungeplant mehrere Tage mit kleinen Fähren unterwegs, natürlich ohne Handyempfang. In Syrien begann die Krise gerade zu eskalieren und auch in Ägypten – wo wir eigentllich an Land wollten – gab es Reisewarungen. Klar, dass unsere Angehörigen und auch die der anderen Teams sich sorgten, weil tagelang keine Lebenszeichen kamen.

Für mich ein Grund, mich etwas intensiver mit dem Problem auseinander zu setzen. Ich war schon nahe daran, ein Satelliten-Telefon anzuschaffen.

Letztendlich bin ich dann aber auf eine andere, preiswertere Lösung gestoßen: Den Spot Satellite GPS Messenger.

 

Hinter diesem geschwollenen Namen verbirgt sich ein kleines Gerät, kaum größer als eine Zigarettenschachtel, dafür aber aufgrund der orangen Farbgestaltung deutlich auffälliger. Auf dem Gehäuse sind ein paar Knöpfe und dazugehörige LED’s angebracht. Drinnen versteckt sich ein GPS-Empfänger, der den momentanen Standort bestimmt und ein Satelliten-Sender, der diesen dann auf eine Webseite überträgt. In Betrieb gehalten wird der kleine Notfallhelfer über handelsübliche AAA-Batterien, die – je nach aktivierten Funktionen – mehrere Wochen lang die Funktion sicherstellen.

Die Funktionen im Einzelnen:

spot_icon_trackingTracking (Reiseverlauf verfolgen): Mit dieser Funktion kann man Standorte verschicken und abspeichern und es Familie und Freunden damit ermöglichen, den Reiseverlauf fast in Echtzeit über Google Maps mitzuverfolgen. Mit Deinem SPOT Konto kannst Du eine öffentlich zugängliche SPOT Shared Page anlegen, auf der Du Deine Standorte oder die zurückgelegte Strecke mithilfe von Google Maps veröffentlichen kannst.

So funktioniert das Tracking:
Sobald er aktiviert und die Tracking-Funktion eingeschaltet ist, sendet der SPOT Deine GPS-Koordinaten automatisch alle 10 Minuten. Das macht er 14 Stunden oder bis das Tracking (vorher) abgeschaltet wird. Die Daten werden auf dem persönlichen Profil bei Findmespot.com abgelegt, wo man das Gerät aktiviert und konfiguriert. Hier hat man auch die Möglichkeit, öffentlich zugängliche Seiten anzulegen. So können Familie und Freunde oder aber die ganze Welt mitverfolgen, wo man sich gerade rumtreibt. Zwei Möglichkeiten stehen dabei zur Verfügung: Entweder eine wirklich offene Seite oder eine passwortgeschützte. In beiden Fällen wird ein Link generiert, den man dann in irgendeiner Form publizieren muss, sei es nun per Mail an die Freunde oder auf seiner Webseite.

.

Spot Adventures

Über das Webportal ‘Spot Adventures‘ kann das Tracking verlinkt und mit Bildern und Texten zu einem Reiseblog ergänzt werden.

Ebenso kann das Profil an die eigene Facebook-Seite oder auf Twitter verlinkt werden.

Ich persönlich nutze einen Fremdanbieter, um meine Tracks zu publizieren: SpotWALLA. Über eine – zugegeben – spartanische Oberfläche lassen sich Touren anlegen und schon vorab konfigurieren. Man kann einen Link generieren, der sich in die eigene Homepage einbinden lässt. Hier hat man auch die Möglichkeit, die Kartenanzeige mittels Passwort nur den Leuten zugänglich zu machen, die sie auch sehen wollen. Die Daten werden vom Spot automatisch abgeholt und in einer Datenbank gespeichert. Dort bleiben sie, bis man sie manuell löscht. Man kann sie aber auch herunterladen und weiterverarbeiten.

.

.

spot_icon_okCheck-in / OK: Mit dieser Funktion kannst Du Freunden und Familie wissen zu lassen, dass es Dir gut geht. Nach dem Drücken der Taste wird eine vorprogrammierte Nachricht zusammen mit dem aktuellen GPS-Standort versendet. Mit dem Knopfdruck wird diese Nachricht als eMmail und/oder SMS an bis zu 10 vorher gespeicherte Kontakte verschickt und der GPS-Standort im eigenen SPOT Konto gespeichert. Die gespeicherten Standorte können dann einfach auf Deine SPOT Shared Page oder auf Dein SPOT Adventure Konto synchronisiert werden.

So funktionierts: Im Spot-Konto kann man Kontakte und Nachrichten jederzeit anpassen, bzw. verändern. Wenn der Check OK Knopf gedrückt wurde, wird diese vorprogrammierte Nachricht an die eingetragenen Kontakte verschickt. Diese erhalten eine Textnachricht oder eine Email mit einem Link zu Google Maps™, auf dem die gps-Koordinaten des aktuellen Standorts angezeigt werden.

 

.

spot_icon_msgIndividuelle Nachricht: Diese Funktion ermöglicht es, Freunden und Familie auf Knopfdruck wissen zu lassen, dass es Dir gut geht. Als Unterschied zum OK-Knopf kann hier eine individuelle Nachricht zusammen mit Ihrem GPS-Standort versendet werden. Die individuelle Nachricht funktioniert genau wie die Check OK Nachricht. Da man die Nachricht ja nur via persönlichem Profil auf der Webseite ändern kann, und ich so die Möglichkeit nicht habe, or dem Drücken des Knopfes die Nachricht zu bearbeiten, nutze ich sie dazu, um den Daheimgebliebenen mitzuteilen, dass ich gerade online bin. Macht wenig Sinn, wird sich manch einer denken, aber da die Nachricht ja per SMS verschickt wird, erreicht sie auch die, die gerade nicht am PC sitzen. Man muss halt ein wenig Zeit haben, denn die Nachricht kann ja bis zu 10 Minuten brauchen, bis sie verschickt wird.

So funktionierts: Im Spot-Konto kann man Kontakte und Nachrichten jederzeit anpassen, bzw. verändern. Wenn der Check OK Knopf gedrückt wurde, wird diese vorprogrammierte Nachricht an die eingetragenen Kontakte verschickt. Diese erhalten eine Textnachricht oder eine Email mit einem Link zu Google Maps™, auf dem die gps-Koordinaten des aktuellen Standorts angezeigt werden.

.

spot_icon_helpHELP / Hilfe: Bei einem nicht-lebensbedrohlichen Notfall dient diese Funktion dazu, Freunden und Familie mitzuteilen, dass Du Hilfe benötigst. Der Zusatzdienst SPOT Assist kann zusätzlich gebucht werden, und wird dann entsprechend programmiert. Einmal aktiviert benachrichtigt SPOT Assist professionelle Pannendienste zu Land oder zu Wasser. SPOT ist Partner von nationalen Notfalldiensten, die in nicht-lebensbedrohlichen Situationen Hilfe leisten können.

So funktionierts:
Sobald SPOT aktiviert wurde, zeigt es die genauen Koordinaten aus dem GPS-Netzwerk an und sendet den Standort alle 5 Minuten zusammen mit dem Hilferuf an das SPOT Satellitennetzwerk, etweder eine Stunde lang oder bis der Notruf gelöscht wird. Deine Kontakte erhalten eine SMS mit Deinen Koordinaten und/oder eine Email mit einem Link zu Google Maps, wo der genaue Standort angezeigt wird.

Wichtig:
Auch wenn SPOT den Standort über GPS nicht bestimmen kann wird ein Notfallsignal an GEOS abgesetzt

– ohne genauen Standort –

die dann trotzdem Deine Kontakte über das Signal informiert und das Netzwerk in Erwartung neuer Nachrichten überwacht.

.

spot_icon_sosSOS: Verwende diese Funktion nur im Falle einer lebensbedrohlichen Situation oder in anderen kritischen Notfällen, um Notdienste über Deinen genauen Aufenthaltsort zu informieren und Hilfe anzufordern! Das Internationale Notrufzentrum GEOS alarmiert die zuständigen Rettungsdienste weltweit – zum Beispiel durch Kontaktieren der 1-1-2 Notrufzentrale in Europa oder der 9-1-1 Notrufzentrale in Nordamerika.

So funktionierts:
Sobald SOS aktiviert wurde, zeigt es die genauen Koordinaten aus dem GPS-Netzwerk an und sendet den Standort zusammen mit dem Notruf and die Internationale GEOS Notrufzentrale, jeweils alle fünf Minuten bis zur Deaktivierung des Notrufs. Die Notrufzentrale benachrichtigt dann die zuständigen Rettungsdienste in Deiner Nähe, z.B. die lokale Polizei, Autobahnpolizei, Küstenwache oder Botschaft/Konsulat, oder andere Such- und Rettungsdienste und informiert die von Dir angegebenen Notfallkontakte darüber, dass ein Notfallsignal gesendet wurde.

Wichtig:
Auch wenn SPOT den Standort über GPS nicht bestimmen kann wird ein Notfallsignal an GEOS abgesetzt

– ohne genauen Standort –

die dann trotzdem Deine Kontakte über das Signal informiert und das Netzwerk in Erwartung neuer Nachrichten überwacht.

 

 Beispiel eines Tracklogs mit dem Spot 2

Hier habe ich den Weg ins Büro und zurück nach Hause getrackt. Obwohl ich annähernd den gliehcne Weg gefahren bin, sehen die ‘Gummibänder’ unterschiedlich aus. Im Gegensatz zu einem GPS-Empfänger, der jeder Richtungsänderung mittrackt, überträgt dieses System nur alle 10 Minuten die aktuelle Position. Was hier auf einer Kurzstrecke von 28km ziemlich dramatisch wirkt, relativiert sich bei einer Reise.

Tracking Spot 2

Beispiel-Tracklog des Spot 2