Korsika 2015

Korsika 2015

Ja…wie ich bereits 2012 erwähnte…die Insel hat mich nicht zum letzten Mal gesehen cool

Dieser Trip nach Korsika reifte bereits letztes Jahr bei einen Cappuccino mit Jörg, wann genau weiß ich nicht mehr…

Nun ist es frühmorgens, Mitte Mai. Meine Yamaha Tenere hatte ich bereits am Vortag gepackt,…Knopfdruck auf den E-Starter – der Einzylinder verrichtet seine Arbeit…jetzt geht es los. Jörg stand mit seiner XT600 schon abfahrfertig in der Ausfahrt, als ich bei ihm vorbeikam – ausgeschlafen sah er nicht aus…aber er hatte ein Lächeln unter dem Helm.laugh

Die Wolken waren verhangen und es fing leicht zu regnen an. Die beidseitige Meinung; schnellst möglichst über den Alpenhauptkamm zu kommen festigte sich beim ersten Tankstop, wo wir uns ein koffeinhaltiges Heißgetränk gönnten – Cappuccino. Generell hatten wir heute einen 750km Marathon mit unseren japanischen Einzylindern abzuspulen. Später bestätigte sich unsere Einschätzung: die Alpen hinter uns, zweigte sich Italien von der sonnigen Seite. Bis kurz vor Ende unserer Motorradtour sollte die Sonne uns auch wohl gesonnen bleiben.yes

Es ging zügig voran – über die bekannten Autobahnen – direkt nach Livorno. In Livorno selbst haben wir uns im Vorfeld über das Internet zu Bed&Breakfirst entschieden – natürlich hafennah. Nach der ca.12 stündigen Fahrzeit und der ersehnten Ankunft schauten wir uns noch ein wenig die nähere Unterkunftsumgebung an. Ein echter italienischer Cappucino durfte dabei nicht fehlen. Schließlich fielen wir dann Abends in die Betten. Im Übrigen: eine wirklich schöne B&B-Unterkunft hatten wir dort in der Via Arena Alfieri.

(*Gähn – verschlafende Augen reib…) Nächster Morgen…trotz, per SMS gemeldeter, einstündiger Verfrühung!, kam die Fähre der CORSIKA FERRIES doch eine Stunde verspätet an!?! Das Einchecken dauerte (*nach italienischer Manier) auch noch länger wie erwartet. Somit fiel die Entscheidung, nach Erreichen von Korsika´s Hafenstadt Bastia, gleich die Ostküste, der N198 folgend, zum Campingplatz nach Aleria zu fahren.

Der dortige Campingplatz Marina d´Aleria**** ist wirklich zu empfehlen. Einkaufsshop und Strandnähe – was will man mehr. Im Allgemeinen haben wir uns entschieden Campingplätze mit Bungalows anzusteuern (*obwohl wir die Zelte dabei hatten). Deren Ausstattung (*und vor allem die Betten) sind für uns Ü40ziger eher der Favorit, als permanent auf der Luma (Luftmatratze) zu nächtigen.

Der Morgen danach: Frühstück mit Pulver-Cappuccino. Plan heute; die kleinen, geschwungenen Bergstraßen der D16 und D14 über das Dörfchen Zuani zur inselzentralen Universitätsstadt Corte zu fahren. Highlight hierbei sind die schlechten Straßen, welche unseren Enduros ja entgegenkommen. laugh

Vorsicht ist geboten: freilaufende Ziegen, Hausschweine und Rinder sind auf Korsika immer Wegbegleiter – somit Achtung! enlightened – hinter jeder Kurve kann so ein Säugetier stehen oder liegen…

 

In Corte angekommen gönnten wir uns einen Cappuccino, fuhren kurz in die Altstadt hinein und kehrten, auf dem Rückweg (*hungrig) in eine hübsche, korsische Pizzeria ein.

Mit gefülltem Magen (*Pizza war hervorragend) ging es weiter über die kurvenreiche D343. Hier kommt man an einer geschichtsträchtigen Kirchen-Ruine vorbei. Ein kurzer Stopp lohnt sich.

Tags darauf. Heute geht es zum Campingplatz U Pirellu****nach Porte-Veccio. Hier schlugen wir erstmals unsere Zelte auf. Der Planet brannte  – doch trotz der einladenden Lagunen am Golfe de Porte-Veccio zogen wir, am Abend, den campingplatzeigenen Pool vor.

Zur Mittagszeit besuchten wir Korsikas südlichste Stadt: Bonifacio. Im Hafen wurden wir leider touristenmäßig mit Lasagne (*oder Derartiges ) abgefertigt. Schade, denn Korsika kann kulinarisch, erfahrungsgemäß, wesentlich besser…

Sehenswert in Bonifacio ist nicht nur der Hafen, auch die Zitadelle und die zugehörige Altstadt looks good. Mich haben vor allem die berühmten Küstenfelsen (Kalksteinkliff) imponiert. Ach ja, bischen was geschichtliches; 1793 bereitete Napoleon, Bonaparte hier die gescheiterte Invasion Sardiniens vor.

Zurück am Campingplatz U Pirellu**** sprangen wir in den menschenleeren Pool – (*fein, Urlaub pur...)

Tja, und am nächsten Morgen ging es schon wieder Richtung Norden. Die Tage verfliegen… Über Fifari der D859 und N196 entlang ging es, vorbei an Sarténe (*wo wir einen Cappuccino-Stop machten), ins geographische Gebiet vom Golf von Valinco. Ab hier beginnt eine geile Straßenführung (*nur Kurven – irre…). Unsere Yamaha´s kamen über den 3/4ten Gang nicht hinaus.

Eine nette Begegnung (*incl. Smalltalk) hatten wir noch in einen Restaurant am Wegesrand (*nebenbei korsichen Flammkuchen einverleibt – super-lecker); ein Vater (*BMW GS) mit seinem Sohn (*Honda Transalp) aus DAH, welche gegen den Uhrzeigersinn die Insel umrundeten, gesellten sich zu uns. Ja-ja, klein ist die Welt…

Auf dem nächst gewähltem Campingplatz: Le Ras I´Bor, bei Olmeto, zelteten wir zum 2ten Mal. Mit einem entspannten Poolgang und anschließendem Strandspaziergang ließen wir auch diesen Tag, mit einem herrlichen Sonnenuntergang, ausklingen.

Highlight Heute; die Felsformationen bei Porto. Dazu folgen die Stollenreifen unserer Motorräder der N196 bis zum zweitgrößten Handelshafen der Insel: Ajaccio. Weiter nördlich nehmen wir die Abzweigung zur bekannten Westküstenstraße D81; der Touristenattraktion entgegen.

Die schroffen Felsen schimmern bei korrektem Sonnenstand in bestechenden Rottönen – Postkartenpanorama garantiert.

Hier gönnten wir uns mal wieder einen,… – Cappuccino.

Mit unseren voll gepackten Enduros folgten wir der herrlichen Straßenführung der D81 entlang in die Nähe Calvi´s. Calvi ist bekannt für seine Genuesische Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert. Nachdem die Schlafgelegenheit gefixt wurde, gingen wir in ein strandnahes Küstenrestaurant – wo man uns ganz leckeren, frischen Fisch servierte…wie ich schon sagte – kulinarisch kann Korsika besser…hier ist u.a. der Beweis…

Next Day: Asco-Tal. Ja, wenn man auf Korsika Motorrad fährt ist dieses Tal Pflichtprogramm. Ich kannte es bereits aus meiner Tour von 2012. Jörg durfte man dieses Highlight nicht vorenthalten. Die alte N197 landeinwärts folgend trifft man auf die D47. Hier beginnt ein weiteres Kapitel von Korsikas Landschaft: das Hochgebirge. Der Monte Cinto, höchster Berg Korsikas ist über 2700m hoch. Wir folgen dem Gebirgsbach Asco bis die schmale, kurvenreiche Straße nach 30km am höchst anzufahrenden Punkt endet: Haut-Asco. Auch hier oben genehmigen wir uns das Heißgetränk: Cappuccino (*jetzt muß ich schon schmunzeln – ihr nicht ? wink)

 

Der Rückweg der 30km ist, im meinen Augen, noch einen Tick beeindruckender: die Felsformationen sind phantastisch…

Aber die „Asco-Tal-Tour“ war uns noch nicht genug. Zum Tagesabschluss machten wir noch einen kleinen Abstecher, über die N151, ins Landesinnere. Die N151, über das Städtchen Zilia folgend, hat den Charm ein „Rundkurs“ zu sein.

Schöne verschlungene Wegführung. Nice…cool , so macht Straßen-Endurofahren Spaß…

Abends genossen wir wiederum die Strandnähe (*mit steifer Briese) und einen berauschenden Sonnenuntergang bei einer Tasse…jaaaa – Cappuccino,…cheeky

Sooo. …heute geht’s mit Gepäck zu unser letzten Unterkunft: Campingplatz San Damiano***. Von Calvi aus, an I´lle Rousse vorbei ins „Desert des Agriates“ und der D81 weiterfolgend durch St.Florent über denn Höhenzug bei Poggio (*super Ausblick, am Scheitelpunkt !) nach Bastia.

Am Campingplatz, bzw. Bungalow angekommen – erstmal was Kochen (*für die ausgehungerten Biker) und dann zum Strand – für heut: Chillout.

Für den letzten Tag stand das >Cap Corse< auf dem Programm.

 

Der Ostküstenstraße (D80) entlang fuhren wir zum Küstenstädtchen Macinaggio, wo wir einen…logo…Cappuccino zu uns nahmen. Auf dem Weg sieht man einige gute erhaltene Exemplare, der heute noch stehenden 67 Wachtürme Korsikas, welche ab Mitte des 16. Jahunderts durch die Genueser gegen die nordafrikanischen Piraten erbaut wurden. Die, früher über 150, Türme hatten untereinander Sichtverbindung und verständigten sich durch optische Signale.

Danach ging es zum nördlichsten Fischerdorf Korsikas: Barcaggio.

Ein Besuch an der „Cap Corse Mattei“ durfte im Anschluss natürlich nicht fehlen. Zur Information: Die ehemalige alte Mühle (*korsisch:`Moulin`) wurde von der Familie Mattei aus Bastia gekauft und dient ihr seither als Möglichkeit, für ihren Aperitif „Cap Corse“ weltweit damit zu werben.

Nun ging es Richtung Süden, an der Westküste des Cup´s entlang. Die Wegführung läst wirklich keine Wünsche offen…perfekt fürs Motorrad…yes

Bei dem Wegesverlauf fallen einem die verschiedenen kristallienen Felsenfarben (*zum Teil silbrig schimmernd) auf. Sowie der „schwarze Strand“ bei Nonza. Der Strand erhielt seine Farbe u.a. von einem heute geschlossenen Asbest-Abbaubetrieb nördlich des Dorfes. Eine Steintreppe mit über 1000 Stufen führt von Nonza zum menschenleeren Strand. Dort Schwimmen gehen – ist nicht ratsam…enlightened

Zurück auf dem Campingplatz packen wir für unsere Rückfahrt. Morgen geht es mit der Fähre aufs Festland. Unterm Strich: zu schnell ist die schöne Zeit auf Korsika vergangen… frown. Pünktlich verlassen wir die Insel und nach ca. 4h Fährzeit empfängt uns Italien im strömenden Regen.no

Den ursprünglichen Plan, den schiefen Turm von Pisa zu besuchen, fällt buchstäblich ins Wasser. Über die Autobahn tragen uns unsere Einzylinder-Enduros, im permanenten Regen, nach Bardolino/Lago di Garda – unser Zwischenstopp und Nachtquartier.

Nächster Tag (*Blick aus den Hotelfenster) der Regen hat sich gelegt. Die Einzylinder schnurren wieder unter uns. Am Brenner wird es nochmals bitter kalt – es hat einige Tage zuvor dort geschneit. surprise (*Brrrrr… – DAS schreit förmlich nach einem heißen Cappuccino…)

Doch das Wichtigste: Wir sind gesund nach Hause gekommen. Nicht einmal einen „Umfaller“ hatten wir (auf den ca. 2800 zurückgelegten Kilometern) zu verzeichnen. wink

Die Erkenntnis zu diesem Trip: Korsika ist eine Reise wert – mit dem Motorrad sowieso… Upps…den Text kenne ich doch woher…war das nicht 2012 auch schon so…hmm, darauf einen gepflegten: Cappuccino cool