Endurowandern oder das Einsteigertraining…im Dauergrinsen

Hey,

heute mal ein Tourenbericht von mir.

Geiselbullach 12.10.14 – 10:15 – Nebel – die Kette hält…

(Habe beim losfahren in der Früh gesehen, dass es die O-Ringe etwas rausdrückt…)

Endurowandern mit RebeccaFred und ich starten mit etwas Straße und kommen schrittweise immer wieder auf kurze Schotterpassagen. Ich taste mich langsam mit 40 km/h ran, bin aber vorsichtig bei Kurven. Mit der Zeit wählt Fred zunehmend mehr offroad Strecken.

Das Visier beschlägt ständig vom Nebel. Die schöne diesige Vormittags-Herbststimmung und die tollen Farben gleichen das mehr als aus.

Langsam werden die Strecken komischer…

Auf einmal biegt er auf einen hoch bewachsenen Waldwiesenweg ab. Schluck. Kurzes Nachdenken: Was ist da drunter? Rutscht des? Hats Äste? Wie hoch? Wie tief ist der Boden? 😮 Mentaler Tritt in den Hintern – auf gehts! Und dann gings ganz gut. Brave R!

Endurowandern mit RebeccaIrgendwann bog Fred rechts ab auf einen Schotterweg an der Bahn entlang. Nach einer Weile hielt er an und stellte das Mopped ab. Ich habe mich angeschlossen. Es kam gleich die Erklärung: Jetzt kommt das Nadelöhr, das ist schwierig, schau es Dir zuerst zu Fuß an und entscheide, ob Du es fahren möchtest. Dann sind wir vorgegangen und Fred hat mir gezeigt, dass der Weg leicht abwärts geht, und eine enge Stelle kommt, wo rechts und links Loch ist. Wenn man da durchfährt, kann man nicht stehenbleiben, weil die Füße nicht runter kommen. das heißt auf jeden Fall auf den Rasten bleiben, sonst wirds blöd.        ok – angesehen – noch nicht bewertet

Dann kam der Teil danach: Unter der Bahnlinie eine Unterführung für einen Bachkanal. Auf beiden Kanalseiten Kopfsteinpflaster. Auf der linken Seite, wo man nach der Lochstelle ankommt, ist der Pflasterstreifen am Tunneleingang schmal und wird dann breiter. Kopfsache, weil man sich das Gefühl macht, nah an der Wand bleiben zu wollen, um nicht in den Kanal zu fallen. Aber so nah kann man nicht an die Wand wegen der Spiegel und dem Lenker.

ok – wieder gesehen und noch nicht bewertet. Endurowandern mit RebeccaFred möchte wissen, ob ich es fahren möchte, bietet aber auch an, dass ich umfahren könnte. Ich schau mir die Sache nochmal an, höre in mich hinein, höre nichts… und entscheide zu fahren. Zurück zu den Möppis. Fred fährt vor, zeigt, parkt seine Maschine und packt die Kamera aus. Ich mache mir das Gefühl, Hilfe zu haben, wenn ich sie brauche und fahr los. Die Stelle zwischen den Löchern… vorsichtig hinfahren, Möppi eintarieren, dann mache ich mir doch Sorgen und habe einen Anfall von Gas auf und durch. Nicht so souverän – aber es klappt. Uff. Cool 🙂 Dann der Tunnel. Vorher anhalten, gucken, Weg nochmal vorm geistigen Auge vorstellen und langsam rein. Klappt auch wie gewünscht, jetzt wird der Weg breiter – schön! Weiter und aus dem Tunnel raus. Darauf achten, wie ich rauskomme um die 90 Grad Kurve danach zu schaffen. Fahre weit links rüber und halte an. Lasse Möppi zurück rollen und fahre rechts raus auf die Brücke. Endurowandern mit RebeccaGeschafft! Freu!!! Und dann ein schöner Singletrail den ich in meiner Begeisterung gleich zügig fahre 🙂

Inzwischen lässt unmerklich der Nebel nach und die Sonne kommt raus. Die Visiere werden klarer, das Tempo steigt. Fred zeigt mir, was ich anstellen kann um stabiler auf Schotter Kurven zu fahren. Bei ersten Tests fühlt sichs noch komisch an. Sieht bestimmt auch so aus 🙂 Aber es hilft, wenn ich mich drauf konzentriere und es versuche.

Auf einmal biegt Fred ab und fährt an Stempen vorbei auf einen Damm. Er hält an. Pause. Uff, schön… Wenig später: Jetzt Gleichgewichtstraining auf der Wiese unten 😮

Freds Aufgabe: Kreise fahren – Stehend – guck mal ob Du beide Beine auf eine Seite bekommst – und danach ob du auf dem Moped stehen kannst.  😮 Endurowandern mit RebeccaJa ne is klar… Aber Deal ist Deal. Ich habe ja um Training gebeten. Tief durchatmen und probieren: Kreise im ersten Gang. Ging nach ner Weile halbwegs. Dann die Beine umstellen. Ging auch.

Seitenwechsel, also den Kreis andersrum fahren: Grrrr, das war die schwierigere Seite… (Note to self: Immer mehr üben auf dieser Seite. Überwinden, nicht auf die Leichtere zu wechseln.) Ok, mit mehr Energieaufwand klappt das auch. (Note to self II: Die Aufgabe ist hier noch mehr, vor lauter Bemühen nichts unnötiges zu tun, um Verkrampfungen zu vermeiden/reduzieren.)

Zurück auf die leichtere Seite und von vorn. Diesmal weiter steigern, bis ich auf der Sitzbank stehe. Das ist leichter, als geglaubt. Einfach machen und dabei weiteratmen und ruhig den Fokus auf dem Kreis halten. Fokusverlust bedeutet Wackelei. Und Wackelei ist doof, weil man mehr Energie braucht zum wieder Austarieren.

Endurowandern mit RebeccaAls das geklappt hat, die Beine wieder auf die Fußrasten und Wechsel in die schwierigere Richtung. Wieder erst stabilen Kreis fahren. Dann wieder langsam aufbauen – ha! klappt auch hier. Uff. Etwas eieriger, aber geht. Jetzt bin ich so erleichtert, dass ich es nach ner normalen Extrarunde gut sein lasse. Fred scheint auch der Meinung zu sein, dass das fürs Erste reicht.

In der anschließenden Pause frage ich nach Möglichkeiten den Hang mit dem Möppi runter zu kommen und bekomme ausführliche Auskunft. Ich fühle mich sicher genug es auf eine der einfacheren Arten zu probieren. Geht 🙂

Dann weiter auf viel Schotter. Kurventechnik weiter üben.

Kaltenberger Biergarten – Sonnenschein – die Kette hält…

Endurowandern mit RebeccaDas späte Weißwurstfrühstück tut jetzt gut.

Dann wieder etwas Schotter und auf Umwegen zurück. Heimweg – Schotter 86 km/h – Ooops 🙂

Am Ende warens 97km Strecke. Ungefähr 70 davon Schotter.

Ich fühle mich sicherer und freu mich riesig darüber! Als ich Abends die ersten Fotos sehe, freue ich mich noch mehr. Seither habe ich ganz schlimmes Dauergrinsen… (Und den Vorsatz die Übungen öfter zu machen – weil echte Wirkung wird das erst haben, wenn ich immer wieder übe – das ist mir bewusst. 😉 )

Sehr herzlichen Dank an Fred! Tolle Tour!

Viele Grüße, Rebecca

Endurowandern mit Rebecca

Endurowandern mit Rebecca

Endurowandern mit Rebecca