2020 Deutschlandtour 2.0

2020 Deutschlandtour 2.0

Wie bereits im Juni diesen Jahres beschrieben, hat Deutschland viele schöne Motorradstrecken anzubieten. Für den diesjährigen 4-Tages-Herbsttripp, haben wir uns für die fränkische Schweiz und das Schiefergebirge in Thüringen entschieden.

Frühmorgens… Es hat gerade mal 8 Grad Celsius, als ich um kurz vor 7:00 Uhr meine neue Tenere 700, mit den nötigsten Sachen bepackt, vor der Haustür abstelle. Jörg dürfte in ein paar Minuten kommen und anschließend geht es, per Navi voreingestellt, „kurvenreich“, grob Richtung Kulmbach – Burgkunstadt. Über 360km stehen für Heute an.

Und so war es dann auch. Jörg war pünktlich mit seiner zweizylindrigen Suzuki V-Strom 650 anwesend, und teile mir sogleich mit, dass irgendwie sein Navi, per Dauerstrom, nicht läd. Hmm, erstmal losfahren und schaun wie sich das entwickelt, vermutlich nur ein Wackelkontakt…so unsere Einschätzung…

Die Streckenführung war klasse gewählt ( https://kurv.gr.bKE74 ). Es ging östlich an lngolstadt vorbei nach Riedenburg und Betzenstein. Doch schon beim ersten Stopp kümmerte sich Jörg um die widerspenstige Naviverkabelung, der Wackelkontakt machte mittlerweile mehr Aussetzer als das er Strom zum Navi weiterführte. Kurzum, für die heutige restliche Strecke fuhr ich voraus – mein Navigationsgerät war erfreulicher Weise intakt.

Trotz der Probleme gönnten wir uns, in einem der größeren Dörfer, zum Frühstück (neben dem aufwärmenden Cappuccino) ein Paar frische bayrische Weißwürst.

 

Gesättigt fuhren wir weiter, Kurve an Kurve, auf hervorragend geteerten Asphaltbänder über Gössweinstein bis hin zum nächsten Ziel, den bekannten Bikertreff >Kathi Bräu< Nähe der Ortschaft Aufseß. Die Stecken bis dahin waren erstklassig für unsere Mittelklasse-Tourenmotorräder. Es war eine super Touranfahrt…

  

Beim Bikertreff >Kathi Bräu< war einiges los, was am Sonntag zu erwarten war. Die Temperaturen stiegen derweil auf 23 Grad. Hier bestellten wir, nachdem man uns einen nach Corona-Maßnahmen sicheren Sitzplatz zugewiesen hat, jeweils die angepriesene Currywurst mit Pommes (welche uneingeschränkt zu empfehlen ist) und genossen anschließend noch einen bekömmlichen Filterkaffee, der wahrlich seinen Namen verdiente…

 

So kulinarisch verwöhnt fuhren sich unsere Tourenbikes, die gut letzten 40km zu unser Unterkunft, fast von ganz alleine. Nach der Ankunft im Hotel Drei Kronen in Burgkunstadt wurde eingecheckt, geduscht und im hiesigen Biergarten des Hotels abends entspannt noch ein Radler gezischt…

Nächster Morgen. Um in Ruhe frühstücken zu können sind wir bereits um 7:00 auf den Beinen. Zur Info: hier im Hotel wurde strikt auf die hygienischen Corona-Richtlinien geachtet. Am Frühstücksbuffet war Maske und Handschuhe verpflichtend. Die Auswahl war hervorragend und reichlich.

 

Der heutige Tourenplan ( https://kurv.gr/5rtgv ) wird uns tiefer in die fränkische Schweiz führen. Doch bevor es richtig los ging wurde noch die nächste Tankstelle angefahren. Nicht nur zum Tanken der Feuerstühle, sondern auch zur Reparatur von Jörgs Navi, das immer noch zickte… Hier erhielten wir fachkundige Unterstützung von einem Bosch Car Service, welcher uns mit Grippzange und Kabelanschlüssen aushelfen konnte. So präpariert funktionierte der Kabelstrang des Navigationsgeräts für den Rest des Tages.

 

Ein paar Dörfer weiter machten wir anschließend unseren obligatorischen Cappuccino Stopp. Bei der Bäckerei MERZ wurden wir entsprechend zuvorkommend bedient, bevor es in das Gebiet um Pottenstein ging. Pottenstein selbst hat neben der gleichnamigen Burg auch einen Skywalk und eine Sommerrodelbahn zu bieten.

  

Aber für uns Petrolheads…, um es kurz zu umschreiben: Hier fahren kann süchtig machen. Eine motorradfreundlichere Streckenführung ist mir noch nicht untergekommen.

 

Ich hatte meist Gauergrinsen im Gesicht (!). Einfach nur geil… Auch die Ortschaften zu durchfahren ist ein Genuss. Es gibt hier sehr viel zu erblicken. Eine tolle Landschaft.

  

Weiter ging es, über verschlungene Bergstraßen, an bizarren Felsformationen vorbei…

 

Zum Abschluss unserer gut 260km langen Rundtour kehren wir nochmals bei >Kahti Bräu< ein. Hier gönnen wir uns noch einen großartigen Käsekuchen, nach Omas Rezept, und den bereits bekannten gefilterten Bohnenkaffee. Ein Gesicht sagt mehr als tausend Worte – was für ein herrlicher Bikertag.

  

Am Hotel angekommen ließen wir den milden Abend noch mit einem leckeren georderten Hawai-Toast ausklingen…

Tag 3. Nach dem Frühstück ging es nochmals um Jörgs Navi. Vor dem Start diagnostizierten wir wiederum die bereits bestens bekannte Stromlosigkeit. Nun wurde eine direkte Stromversorgung generiert ohne alternative Verbraucher. Gut abisoliert schien dies die radikale finale Lösung zu sein. Heute war Thüringen, mit dem Gebiet des Schiefergebirges an der Reihe.

 

Die unter die Räder genommene Strecke führte uns nördlich Kulmbach nach Steinwiesen und Bad Lobenstein nach Saalburg. Saalburg-Ebersdorf liegt am Bleilochstausee, dem größten Stausee Deutschlands. Vor Ort am der Staumauer machten wir eine kurze Kaffeepause, bevor uns unsere motorisierten Zweiräder Richtung Schleiz trugen.

  

Der Weg über Schleiz macht wenig Sinn als Motorradfahrer, diese Stadt kann man gerne aussparen. Aber ab der Ortschaft Ziegenrück und weiter nach Liebschütz ist die Strecke wieder attraktiver. Vor allem die Streckenführung am Höhenwarte-Stausee entlang ist schön zu fahren. Weiter über Klausdorf und Hockeroda geht es wieder Richtung Süden. Nordwestlich an Ludwigsstadt vorbei kürzen wir die Strecke ab. Wir haben nämlich Hunger und konnten diesen im Gasthof am Kleeberg mit thüringischen Spezialitäten vertreiben.

  

Im Anschluss ging es über Steinach und Kronach zurück zu unserem Hotel ( https://kurv.gr/TDtvG ). Auch diesem herrlichen Spätsommerabend ließen wir mit einem gepflegten Radler und Benzingesprächen ausklingen…

Letztlich, am Folgetag, stand die Heimfahrt an und das Wetter verhieß leider nichts gutes – Regen war angesagt. Somit fuhren wir so lange wie möglich auf der Landstraße über Heiligenstadt und Gräfenberg, um anschließend, wegen dem einsetzenden Regen, in Höhe Nürnberg auf die Autobahn nach Hause durchzufahren. Hier die geplante Route; ( https://kurv.gr/dcuM2 ) welche wir leider nicht umsetzen konnten. Trotzdem war dies eine erstklassige 4-Tages Tour.

Fazit: Gerne wieder…