2018 Dolomiten

Hallo und Servus, …nachdem wir ja ein Marken und -typenoffener Stammtisch sind,…hier mal eine Tour mit unseren Straßenmaschinen. Tatsächlich – einige von uns sitzen nicht nur auf dreckwühlende Enduro´s, sondern haben auch ein Moped mit mehreren Pferdchen und ohne Stollenreifen im Stall…wink

Die Entscheidung in welche Richtung uns die kurzfristige 4-5 Tage-Tour verschlagen würde, hing in erster Linie vom Wetterbericht ab. Nach wetter.com sah die südliche Richtung, jenseits des Alpenhauptkamms, viel versprechend positiv aus; kühl – aber kein Niederschlag.yes

So sollte es dann auch sein; 6:00 Uhr frühmorgens 4 Grad Celsius: der 900ccm Vierzylinder meiner XJ900, Bj.1989 verrichtet zuverlässig seine Arbeit. Mit gepackten Koffern und TopCase ging es zügig zu Jörg´s Heimatstätte. Mit seiner „fast“ >pommes-rot-weißen< Honda CB 1300 ging es im flotten Reisemodus (*und fierend) der Autobahn entlang nach Garmisch, über den Ammersattel (1118m), zum Plansee. Hier zeigte das Thermometer nur noch +2 Grad, pfff…sch…, war das kalt…surprise Wir sind ohne Griffheizung und Handprotektoren unterwegs…Aber im Michelinmänchen-Design laugh

Schnell weiter über den Fernpass (1207m) Richtung Imst und nach einer dringend nötigen „Aufwärm-Cappuchino-Latte-Maccuiato-Pause“ erwartete uns die Ortschaft Nauders. Danach über den Reschenpass (1504m) nach Schluderns zum Highlight des Tages: das Stilfserjoch (2760m).

Die folgenden zwei Fotos wurden vom Foto-Shop: FotoStelvio.com geknipst… (*Kostet je 8,-€…, aber was soll´s wink den Trip macht man nicht jeden Tag)

Hier oben hatte es über 18Grad cool – wohw, wie geil (!) nix mehr kalte Finger. Im dortigen Restorante gönnten wir uns noch eine standesgemäße Pizza alla Italia, incl. einem anschließenden Cappuchino und Latte-Maccuiato…cheeky

Den blauen Himmel und Sonnenschein geniesend geht es im Anschluss, hinunter ins Tal, zu unserer ersten Unterkunft in der Nähe von Bormio. Die Unterkunft nannte sich : Chalet del Bosco, Kontakt unter: Tel.:+39 338-87.65.245, info@chaletdelbosco.it . Tag 1 wurde somit mit einem schönen gleichmäßigem „340km-Reifenverschleiß“ beendet.cheeky

Tag 2 beginnt ebenfalls, bei nur 4 Grad Celsius, brrr…kalt. Nach einem ausgiebigen italienischen Frühstück, geht es gleich zum weiteren Highlight; dem Gavia-Pass (2621m). Rauhreif und gefrohrene Pfützen am Wegesrand inclusive.

Ja, aus meiner Sicht, hat der Gavia-Pass seine Ursprünglichkeit noch nicht verloren. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, wo er teils geschottert war. Doch auch heute ist er noch mit großer Aufmerksamkeit zu fahren, vor allem mit unseren „Eisenschweinen+Gepäck“. Manche Teilstrecken sind keine 3m breit, da wird es eng – wenn was entgegenkommt (!) Doch ist er nicht wunderschön…

Über P.so d. Tonale (1883m) und CrocceDomini führt uns die kurvenreiche Strecke weiter nach Breno.

Hier lassen wir die Zweieinhalb-Tausender, linker Hand, liegen. Es geht zum Lago d`Idro. Der Hunger zwingt uns in eine der strandnahen Pizzaria´s. Dort werden wir mit den georderten Spagetti Carbonara verwöhnt. Blauer Himmel, Sonnenschein dazu Cappuchino und Latte Maccuiato – so läst es sich aushalten – bella Italia…wink

Ausgeruht und gesättigt fahren wir am Lago di Valvsetio entlang, es geht mit unseren „Dicken“ Vierzylindern direkt nach Gargnano/Lago di Garda. Die Themperatur steigt…laugh

Wir sind nun ungefähr auf Höhe Mitte des Garda-Sees angekommen. Hmm…, wie immer hier – viiiiel Verkehr, Stop and Go. Die totale Spaßbremse… Auch die beiden, auf unserer Strecke, ereigneten Motorrad-Unfälle, mahnen uns, gerade hier im Verkehrsgetümmel, zu erhöhter Aufmerksamkeit (!). Wir schlagen die nördliche Richtung, nach Riva, ein. Die Zeit schreitet voran, so dass wir kurzerhand entscheiden, über die Autobahn, zur Unterkunft nach Caldonazzo, am gleichnamigen See (nahe Trento) einzulenken.

Hier, in Seenähe, steht eines der bekannten „Tourenfahrer-Hotels“. Ausgangspunkt für viele Dolomiten-Biker. Dort angekommen begrüßen wir die motorradbegeisterten Arbeitskollegen von Jörg, welche bereits seit einigen Tagen hier im Hotel verweilen und ihren geplanten Touren Gummi geben. Netterweise haben sie, für uns beide, 2 Zimmer vorreserviert. (*hierzu noch mal ein Dankeschönyescheeky). Der Tag 2 wird gebührend, mit Smaltalk und Benzingesprächen, in der Hotel-Lounge beendet.

Tag 3. Gemeinsames Frühstück. Heute geht es für alle oben genannten Beteiligten in die Dolomiten. Jörg und ich fahren aber davor nochmalig Richtung Süden. Wir nehmen den „Kaiserjägersteig“ mit. Was für eine berauschende Aussicht (!): (*ich meine jetzt nicht Jörgs CB 1300) angel

Die Wegführung geht anschließend wieder nördlich über Cavalesse zum KaraPass und zum gleichnamigen See. Ein Zwischenstopp lohnt sich hier auf alle Fälle. Der grün-türkis schimmernde See vor dem aufbauenden Gebirge ist ein herrliches Postkarten-Motiv…

Über Pozza di Fassa führt uns die kurvenreiche Strecke nach Canazei und danach weiter über das Prodoijoch (2239m) nach Arabba.

Eine passende Bleibe, für die nächsten zwei Tage, finden wir im Ort Corvara. Unterkunft: Ciasa Collina di Costner Roland, info@ciasacollina.it . Im örtlichen Teehaus lassen wir den 3ten Tag, bei einem Latte Maccuiato und einem Tee-Klassiger (*im Teehaus – faszinierend logisch enlightened), gemütlich ausklingen. Diese Location hat uns so zugesagt, dass wir einstimmig diese als Frühstücksziel (*für Tag 4) wählten.

Unterkunft: Ciasa Collina                                                                           Unterkunft: Ciasa Collina (Blick aus dem Balkon)

Tag 4. Wir sind nun in der Sella Ronda – das heißt: Kurvenschwingen vom Feinsten. Wir fahren die „ausgedehnte Sella Ronda“ im Uhrzeigersinn. Als erstes geht es von Corvara aus Richtung P.so di Falzarego (2117m).

Bei dieser Gelegenheit besuchen wir auch das dortige, auf den Weg liegende, Museum. Hier wird die Zeitgeschichte des 1.ten Weltkrieges dargestellt. Die Fülle der Exponate ist beachtlich und der Besuch wirklich zu empfehlen.

Die Socken unserer Motorräder sind noch nicht kalt, da geht es auch schon weiter. Nächster Halt: Passo di Giau (2236m).

Auch hier gönnen wir uns, bei +22 Grad Celsius (*in über 2000m Höhe !), eine Cappuchino-Latte-Maccuiato-Pause. What a Day…
Von der Passhöhe aus gibt es nach beiden Seiten schöne Panoramablicke, allerdings keine allzu lohnenden Wanderwege – gut so… Wir wollen ja schließlich dem motorisiertem Zweiradfahren frönen. wink (*PS: die hier trapierte -Piaggio Ciao- war mein erster benzin-befeuerter Untersatz enlightened).

Nun stand der P.so di Fedaia auf dem Zettel – die geschwungene Straßenführung lies nicht zu wünschen übrig. yescool

Der Pass, P.so di Fedaia liegt auf 2074m. Auch hier machen wir einen kurzen Fotostop (Bilder unten: Lago di Fedaia, mit Bilck auf die Marmolada)…und…

…folgen anschließend weiter der SS641. Zwischendurch wird der kleine Hunger, mit einer weiteren leckeren Pizza, erfolgreich in die Flucht geschlagenwink.

Der Rückweg nach Corvara gestaltet sich einfach. Wir folgen dem vorgegebenen, gebogenen Teerstreifen zum Sellajoch (2244m) und Grödnerjoch. Was für ein herrlicher Bikertag. Auch einige leichte Enduros waren unterwegs; neben Kawasaki KLR650 oder Yamaha XT600 (3TB) war auch eine XT500 auf der Piste. Tja, da bin ich mir sicher; die Biker dieser Leichtgewichte (*ca.160kg) hatten einen Höllenspaß die Schwergewichte in den serbentinenartigen Straßen zu ärgern smiley. Folgende Fotos: Kurze Pause (*vom Lenkkopfbelastetem Kurvenzirkeln) wink. Von dort aus konnte man am Horizont den Gleitschirmfliegern, welche zu Dutzenden die Thermik nutzten, entspannt zusehen. Tag 4 wurde somit beendet.

Tag 5. Die Heimreise stand an…über die Ortschaften Wolkenstein und Ortisei St. Ulrich geht es flott nach Klausen. Der SS12 folgen wir bis zum Brenner. Das Wetter kühlt merklich ab und so fahren wir über die Autobahn nach Innsbruck zum Zirler Berg. Nach Mittenwald und Garmisch geht es anschließend über die A95 zurück in den Münchner Norden…Home sweet Home…smiley.

Gute 1400km wurden über die o.g. Tage in Summe abgespult. (*die Reifen wurden dabei schön gleichmäßig abgefahren) cool.

Wir sind wieder gesund nach Hause gekommen – das ist sicher das Wichtigste; und hatten unterm Strich eine „Bomben-Biker-Tour“ mit einigen Klassigern unter die Reifen genommen. (*PS: zur Nachahmung empfohlen. In diesem Sinne: Gute Fahrt – und möge der Angststreifen mit Euch sein…)