2013 Endurowandern in Rumänien / Auf den Spuren der EnduRoMania

Gut das die Motorräder bereits tags zuvor auf den Hänger verzurrt wurden.

Fühle mich müde, aber frühmorgens zum vereinbarten Zeitpunkt treffe ich mich mit Fred bei Jörg. Jetzt geht es los: Rumänien – Endurowandern. Mit ihren Yamaha´s XT550 und meiner Suzuki DR350 wird es sicher ein tolles Erlebnis. Für mich wird es das erste Mal richtig Offroad sein, somit bin ich auch ein wenig nervös.

Die regenwolkenverhangende Autobahn führt uns über Deggendorf nach Passau. Vignette kaufen – kurze Frühstückspause – weiter geht´s. Über Linz / Wien über Ungarns Grenze zum heutigen Tagesziel – ein Hotel in Kecskemet ( versucht mal den Namen der Ortschaft auszusprechen  ;-))  Tags darauf…

Samstag, 04.05.2013

8:00 Uhr. Die letzte Etappe nach Rumänien steht an. Durch Timisoara geht es Richtung Resita nach Brebu Nou. Einer der Ausgangspunkte der bekannten EnduRoMania. Das dortige Camp ist perfekt für Endurofahrer ausgestattet. Von der Werkstatt bis zum Umkleide-Trockenraum…

enlightenedUnsere Unterkunft: Adresse: EnduRoMania Stammhaus/Pension – 327050 Brebu Nou . Info-Internet -Seite: www.bn167.enduromania.net  und wer generell mehr zur Idee, bzw. das Prinzip der Enduromania wissen will:  http://de.wikipedia.org/wiki/EnduRoMania . Weitere Anmerkungen habe ich am Schluß dieses Reiseberichts angefügt.

An einem Straßenrestaurant essen wir zuvor noch eine Pizza (mit Ketchup als Zugabe).

In Brebu Nou angekommen werden wir herzlich begrüßt. Man zeigt uns unser Zimmer und im Abschluss laden wir die Motorräder ab, ziehen die Enduroklamotten an und starten zu einer kleinen Einstelltour.

Kurz noch zur Klärung: Wir sind die offizielle Enduroveranstaltung EnduroMania nicht als Teilnehmer mitgefahren, sondern sind „Just for Fun“ deren Wegkontrollpuntke mit den orginal Karten per GPS gefolgt. Diese Variante nennt sich EndoRoMania Individual. Schließlich wollten wir auch Zeit für Land und Leute mitbringen, um so Rumänien „erfahren“ zu können.

Wir fahren hoch zum ‘Marterpfahl’, biegen in den nächsten Feldweg ein und am ersten Kontrollpunkt ‘Rinderhöhe’ lassen wir erst mal mehr Luft aus den Reifen. Fred gibt mir erste gute Tipps zu meinem Fahrstil. Im Wald geht es bergab über einen Hohlweg, Jörg rutscht mit dem Hinterrad rein und legt sich ab. NIX passiert. Solche „Dinger“ werden mir/uns in den nächsten Tagen noch zu genüge passieren. Der Weg nach Brebu Nou ist, für mich als Offroad-Anfänger, schon anspruchsvoll. Trotz allem läuft es erstaunlich gut am ersten Tag. Die ersten Erfahrungen auf losem Untergrund sind gemacht. Abendessen im Camp: Spaghetti Carbonara und Kuchen (lecker!). Noch im Dunkeln stellen wir an unseren Motorrädern die Federn weicher. Für heut lang es: wir fallen in die Betten.

Sonntag, 05.05.2013

Nach dem Frühstück bauen wir alles unnötige an unseren Motorrädern ab: Blinker, Spiegel und das Kennzeichen, dafür kommt ein Kleines laminiertes dran. Und fürs optimierte Endurowandern stellen wir noch Gang- und Bremshebel ein. Schutzkleidung an und los geht’s:

Nach Garana führt die Route. Weiter über Schotterstraßen und trockene staubige Feldwege in den Wald. Ziel: Lindenfeld, eine Geisterstadt. Ein frei gewaschener Felsbrocken bringt mich ins straucheln. Ich leg meine Suzuki DR350 an der Böschung ab. Kein Problem: NIX passiert.

 

Lindenfeld: Fred lässt uns die grob geschotterte ‘Hauptstraße’ hoch durch den Ort und wieder runter fahren. Oben ist es nämlich recht anspruchsvoll. 2ter Gang; ich hatte zuviel Tempo – fast oben angekommen – verschlägt es mir durch einen Felsbrocken den Lenker. Unsanft schlage ich mit dem rechten Knie auf (trotz Protektor hält sich diese Blessur die nächsten 2 Wochen, bei jedem Kicken zu spüren…)… das war Respekt einflössend ! Bin anschließend noch einmal, mit Fred zusammen, den gleichen Weg gefahren. Langsamer und es klappte. Tempo ist eben nicht alles – wieder was gelernt.

Über Buchin – Caransebes – Semenic nach Turnu Ruieni folgen wir dem Schotterweg einen Berg hinauf. Dort steht die Ruine eines alten Feuerturms, wie sie es auch an Korsika´s Küsten gibt. Die Rundumsicht war klasse.

Zurück in Turnu Ruieni führt Freds GPS-Navi uns nach Borlova. Eine bergauf führende Straße endet in weiteren Feldwegen. Später treffen wir auf einen Bach – unsere erste richtige Wasserdurchfahrt. Gemeistert geht es nach Slatina Timis.

Hier führt eine, in Bau befindliche, Straße zurück nach Brebu Nou.  Angekommen werden die Motorrädern für den kommenden Tag gewartet. Dann duschen, Abendessen und bis Mitternacht Benzingespräche am Lagerfeuer.

Montag, 06.05.2013

Nach dem Frühstück, nutzen wir die Zeit, die restlichen Wegkontrollpunkte in die Karten einzutragen. Um ca. Neun brechen wir nach Slatina Timis auf, zum dortigen Medical Center. Fred unterstützt hier seit einigen Jahren die Sozialstation. Auch in diesem Jahr haben wir Hilfsgüter aus Deutschland mitgebracht. Wir klären vor Ort kurz den Übergabetermin ab, bevor es weitergeht.

Eines der Ziele heute: der stillgelegte Eisenbahntunnel des Orient-Express. Bedrohlich schaut der Eingang aus, rußgeschwärzt / lichtschluckend. Bei der ersten Druchquerung fahre ich als Letzter unserer kleinen Truppe, wobei ich Fred´s GoPro-Kamera umgeschnallt hatte. Kurz nach der Einfahrt schon die erste Wasserfläche, mehrere tiefere Wasserflächen folgen.  Wir durchfahren den Tunnel 3x,  😉  war´n Highlight, jeder durfte mal die Führung übernehmen !! Danach führt der Weg durch einen Bach. Nach einigen Wegkontroll- und Aussichtspunkten legen wir eine Pause ein. Brotzeit und die Gegend genießen – hier könnte man es aushalten (Die Gegend erinnert mich an die Ausläufer des Bayrischen Wald).

Zum nächsten Wegpunkt fahren wir über einen Hohlweg, durch den Wald. Wir erreichen einen Fluss, den wir durchqueren. Über eine Forststraße geht es talwärts. Weiter unten müssten wir den Forstweg verlassen und hinter einer Kurve geht es einen steil ansteigenden, stark ausgewaschenen Pfad hinauf. Im ersten Moment hab ich hart geschluckt >Da soll ich hoch?<, aber es ging auf Anhieb und oben angekommen fühlt man sich als Held.

Unser Weg endet im Wald, wo hunderte, arm-dicke Holzverschläge das Weiterkommen erschweren. Wir müssen wieder zurück auf die Forststraße. Dieser folgen wir bergab. Staubfahnen bilden sich hinter uns. Die Hinteren schlucken mächtig Staub. Nach weitern anspruchsvollen Kilometern ins Tal suchen wir uns im nächsten Ort ein Magazin Mixt (Tante-Ema-Laden): wohlverdiente Pause.

Später steuert Fred nochmal den Tunnel an – liegt ja auf dem Heimweg. Vorher jedoch kommen wir an einem Schäfer-Bauernhof vorbei. Man winkt uns zu. Wir machen die Motoren aus. Fred zieht Zigaretten und seinen Fotoapparat heraus, fotografiert Schäfer und seine Hunde. Noch zwei weitere Männer sind vor Ort und winken uns in das Schafgehege. Ob wir Milch trinken wollen, werden wir gefragt. Einer gibt uns deutlich mit Gesten zu verstehen, dass gibt Kraft im Bizeps und im Gemäch (alle Lachen). Wir probieren die frische Schafsmilch, die ist echt gut ! Dies war sicher eine der schönsten Begegnungen mit der dortigen freundlichen Bevölkerung.

Nach einigen Zigarettenlängen brechen wir auf. Nach der erneuten Tunneldurchfahrt versuchen wir über eine Forststraße nach Hause zu kommen. Schon der ‘Einstieg’ war sportlich !!  Vom Schwierigkeitsgrad her war das sicher das Anspruchsvollste,…puh. Wir scheitern mit den Motorrädern an einer Felskante, es geht einfach nicht mehr weiter, zu gefährlich um hier was zu riskieren. Wir drehen die drei Geländemotorräder auf dem schmalen Pfad um und rollen zurück in die Ortschaft. Meine DR350 hatte bei diesem Kletter-Akt massive Kupplungsprobleme. Sehr heiß geworden, entscheidet  Fred  über die E70 nach Brebu Nou zurück zu fahren. Angekommen; das übliche Prozedere: Motorräder warten, duschen, Abendessen und danach ins Bett.

Dienstag, 07.05.2013

Heute ist es mir schwer gefallen aufzustehen. Die gestrige Tour hat einiges abverlangt. Wir gehen es heut ein wenig ruhiger an. Aus Brebu Nou heraus, den Hang hinauf, bringt mich, in einem Hohlweg mit viel Laub, der darunter befindliche ausgewachsene Fels ins Straucheln. NIX passiert: die Suzuki steht  wieder und wir setzen unsere Tour fort. Über ein Hochplateau fahren wir Richtung Garana / Valiug durch den Wald.

Wir folgen die Forstwege nach Resita wo wir unsere Motorräder betanken. Fred frägt nach einem Motorradteilehändler, weil seine Kette sich arg gelängt hat. Während er im Anschluss den Händler aufsucht, schauen Jörg und ich am Freilicht-Eisenbahnmuseum vorbei. Einige der Exponate hatten imposante Tech.Daten aufzuweisen: 40t Eigengewicht, 400t Zugfähigkeit bei 110 km/h, Bj.1938 – Respekt. Ca. eine Stunde später sitzen wir gemeinsam auf der Terrasse eines Restaurants, um uns ein richtig rumänisches Mittagessen zu gönnen.

Gut genährt führt uns der Weg weiter nach Anina. Die dortige Asphaltstraße wurde für Kurvenräuber gebaut (mit Stollenreifen solche Kurvenlagen: „Fun-pur“). Im Anschluß geht es am ältesten Theater in Rumänien vorbei und fahren weiter über eine Serpentinenstraße zu einem Kloster: Calguari.  Dort angekommen winken uns zwei Männer zu. Wir grüßen freundlich zurück. Überraschend antwortet einer auf deutsch. Man bietet uns Kaffee an, was wir gerne annehmen. Im Klostergebäude reicht man uns Kuchen und Oster-Eier, denn bei den Orthodoxen Christen ist gerade Osterzeit. Wieder eines dieser schönen Momente…

Über die Stahl-Industrie-Stadt Resita fahren wir nach Brebu Nou zurück, wo wir kurz vor Sonnenuntergang ankommen. Heute war der Tag lang; um 23:00 Uhr gehen wir ins Zimmer.

Mittwoch, 08.05.2013

Heute nach dem Frühstück wollen wir unsere Hilfsgüter übergeben. Wir laden alles in den Mondeo von Fred. In Slatina Timis angekommen geht es zum Gesundheitszentrum. Freds Ansprechpartner, Johny, kommt uns im Arztkittel entgegen und begrüßt uns. Zusammen fahren wir zur Schule. Wir verteilen die Schulsachen in den Klassenräumen, darunter Lineale, Malkästen, Stifte, Malblöcke, Bastelscheren, Kleber und Hefte. Danach werden wir in das Lehrerzimmer gebeten um einen echten rumänischen Kaffee (Kaffee-Satz incl.) zu trinken. In Summe war es ein sehr interessanter Einblick ins dortige Schulsystem, welcher bei mir aber auch viele Fragezeichen offen lies. Anschließend ging es noch einmal zurück zum Gesundheitszentrum: die Kleiderspenden und das Krankenhaus-Equipment übergeben.

Zurück in Brebu Nou, ziehen wir die Enduroschutzkleidung an und machen unsere Einzylinder-Enduros fertig. Bevor es Offroad geht, führt uns der Weg zur nächsten Sparkasse – Geld wechseln. Die Rumänische Währung nennt sich im übrigen (Leu) / Lei und heißt ins deutsche übersetzt: Löwe.

 

Heutige Tagesetappe: Der Tarcu-Gipfel (auf über 2100m). Wir kommen schnell voran. Die Serpentinen machen Spaß. Auf halber Höhe gibt es einen herrlichen Panoramablick. Fred deutet nur an, was nun kommen sollte: sandiger Untergrund, Schlammlöcher, Anstiege im Wald mit losen Steinen und gewachsenem Fels. Puh…, das wird – und wurde – heftig (NIX mehr Einsteigertour !!!)

 

 

Wir haben die Wetterstation ( Cuntu ) auf ca.1600m erreicht. Die nun folgenden Kilometer sind wirklich Hardcore. Hier stieß ich definitiv an meine Grenzen in Sachen Technik und Kraft. Ein NIX passiert – Sturz war unvermeidlich. Für jeden Meter Felsenweg musste ich meinen inneren Schweinehund überwinden.

Wir hätten es fast geschafft, den höchst anzufahrenden Punkt ( Tarcu ) dieser Region, zu erreichen. Nur der Schnee hat uns hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ca. 800m Luftlinie trennten uns vom Ziel. Erholungsphase war allemal angesagt. Im Windschatten des Berges, legen wir uns sonnend ins Gras. Was für ein Panoramablick über die Banater Bergwelt.

Rückweg; ohne Motor lassen wir uns bergab rollen, ich versuche die heftigsten Passagen zu umfahren, was mir nicht immer gelingt. Danach fahren wir weiter über gewundene Asphaltbänder hinauf zum Muntele Mic (1525m). Es macht richtig Spaß. Oben am Kreuz genießen wir wiederum die herrliche Fernsicht.

Die Passstraße hinunter folgten wir anschließend einem Forstweg. Die Straße ist sandig. Ja, ich bin auch zu schnell gewesen, klar… Dieser Forstweg, neben dem Fluß, war nicht ohne Tücken…und da passiert es: Mir verspringt das DR350-Vorderrad wegen einem Stein, der dieses, über den Rand des Weges, hinweg Richtung Wasser katapultiert ! Hab noch versucht zu bremsen, aber die einzige Möglichkeit nicht ins Flussbett >einzutauchen< bestand darin die DR >abzulegen<. Bis auf einen leicht verbogenen Lenker ist  NIX passiert. Nach der Forststraße geht es nach Poiana Marului, dann über Otelu Rosu, Caransebes und Petrosnita.

Die Tanks neu befüllt, schnurren unsere Japan-Einzylinder weider in Richtung Slatina Timis / Brebu Nou. Die Sonne ist schon fast verschwunden. Wartungsarbeiten an den Maschinen führen wir trotzdem noch durch. Duschen, Abendessen, Bett. Puh…Ende im Gelände.

Donnerstag, 09.05.2013

„Gähn“…Heute noch später als sonst, der gestrige Tag hat seine Spuren hinterlassen.

Heute geht’s zur Staumauer des Trei Ape-Sees. Wir folgen Forststraßen, gespickt mit Pfützen und schlammigen Bereichen. Nach einem Wasserloch sind Jörg und ich nass. Mäßiges Tempo wäre angebrachter gewesen um trocken durch zu kommen. Wir erreichen Teregova. Es geht zum Wittmann-Top.

Erst eine Bachdurchfahrt, dahinter die erste kurze Steilauffahrt. Die Zweite ist schon schwieriger. Äste im Hohlweg. Jörg bleibt hängen. Muss im Hang neu anfahren. Bis hinterher alles o.k. . Dann folgt die schwierigste Passage – eine Steilauffahrt, die es in sich hat. Jörg fährt als Erster. 2 Min. danach ich: man fährt in eine – wegen Gestrüpp nicht einsehbare – verdeckte Steilauffahrt…wenn man um diese „Ecke“ fährt, hat man einen Blickwinkel, als ob man vor einer Wand steht, >Sch…ist das steil !!<. Ich konnte die DR nicht gut genug ausbalancieren. Das Vorderrad steigt mir weg: High in the Sky ! (NIX passiert). Liege nun mit der DR mitten in der Spur; Fred´s Yamaha XT550 höre ich schon. Fred hatte keine Chance über das Lenkerende meines Motorrads zu fahren, um vorbei zu kommen. Er legt sein Motorrad links davon in die Böschung ab. Foto:

2ter Versuch: Nun weiß ich, was auf mich zukommt und es klappt; der 350ger Einzylinder zieht nun sauber die Steigung hoch. Hupsignal für Fred, nun kann er folgen. Trotz allem benötigt er 4 Anläufe bis er die Passage meistert. Fred fährt nun wirklich klasse, das zeigte mir, wie schwer diese Auffahrt tatsächlich war !

Am nächsten Navi-Wegpunkt angekommen geht es nach Slatina Timis. Jörg bekommt die Koordinaten und führt unsere Gruppe an. Es geht ins sumpfig und schlammige Unterholz. Kaum ein Durchkommen. Wir drehen um. Der von uns eingeschlagene Weg führt bergab in eine Art Bachbett. Jede Menge großes Geröll und Wasser. Das Terrain fordert mir meine letzten Kräfte. Ein, zweimal strauchel ich, (verdammt die DR ist mir hier zu hoch ! ) dann, als ich einen großen Felsbrocken umfahren möchte, rutscht die DR seitlich weg, fällt um und ich geistesgegenwärtig spring ab, falle aber rücklings aufs Motorrad. Spätestens jetzt weiß man für was man die Schutzausrüstung trägt. Auch dieser Sturz lief glimpflich ab. NIX passiert. Aber meine Kraftreserven sind erst mal weg. Fred und Jörg helfen mir die Maschine die restlichen 250 Meter hinunter. Teamwork.

Über Slatina Timis fahren wir zurück nach Brebu Nou. Man war ich platt, fühlte mich wie´n Kaugummi…durchgekaut…und ausgespuckt !

Freitag, 10.05.2013

Für mich war Ruhetag angesagt. Das bedeutet das Fred und Jörg nur eine Straßentour durchführen konnten. Offroad sollte man aus Sicherheitsgründen immer min. zu Dritt fahren. Sorry, Jungs…

Ihre Tour führte sie Richtung Süden bis zur Donau. Zwischenziele: Resita, Oravita, Ruardia, Moldova Noua, Steingesicht, Orsova, dann über die E70 zurück nach Slatina Timis. Bilder: Das in Fels gehauene Gesicht des Dakerkönigs Decebal – ein kleines Mount (Rushmore in Rumänien) und die Ruardia-Mühlen. Die Beiden kamen erst mit dem letzten Abendlicht zurück. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Camp, zeigte man uns dort ein Video mit Rennsportszenen aus dem letzten Jahrhundert. Steve McQueen ließ grüßen.

Samstag, 11.05.2013

Heute ein letztes Mal in die Enduroklamotten. Abschieds-Offroad-Fahrt genießen.

Von Brebu Nou zum See, rechts nach Wolfsberg. Blauer Himmel, Sonnenschein. Mit Fred´s  Videokamera drehen wir noch ein paar Fahrszenen. Nice to have. Einige Kilometer weiter sind wir am Marterpfahl, dann Richtung Rinderhöhe. Im Hang dutzende enge Spurrillen. Und „Upps“ beim Wechsel aus einer der Rillen leg ich die DR350 zum letzen Mal ab. Auch hier NIX passiert. Wir fahren weiter zu den drei Kreuzen. Fotostopp.

 


Im Camp angekommen geht es direkt zum Waschplatz. Spritzen den gröbsten Dreck von den Motorrädern, packen im Anschluss die Autos, machen die Anhänger dran und verzurren unsere Maschinen. Noch schnell unter die Dusche und nach einem letzten Kaffee wurde es Zeit loszufahren.

Nach Timisoara trennten sich unsere Wege. Jörg und ich fahren nach Hause, Richtung Deutschland,  während Fred sich mit Elisabeth traf. Die Beiden hängen noch ein paar Tage Urlaub in Rumänien dran.

Fazit: Der Trip war anstrengend, aber schön und einfach ein tolles Erlebniss. Man hat sehr viele Eindrücke mitnehmen können.

enlightened Hier noch die oben erwähnten Anmerkungen: cool

enlightenedZum Thema Enduromania: Bis 2006 konnte man nur an den offiziellen Terminen der EnduRoMania Classic oder Long Distance mitfahren. Da Fred gerne außerhalb des Wettbewerbs dorthin wollte, hat er sich Anfang 2007 zur iMot mit Sergio getroffen Dabei wurde ein neues Konzept entwickelt: Die EndoRoMania Individual. Die Mitglieder des XT-Stammtisch.de waren somit die erste Gruppe, die diese Variante genutzt haben. Mittlerweile wird dieses Modell fast über das ganze Jahr genutzt. Man bekommt Vignette und Kartenmaterial der offiziellen EnduRoMania gegen die Vignettengebühr, eine Startgebühr wie bei den offiziellen Wettbewerben wird nicht fällig. Aber natürlich halten wir uns an den Ehrenkodex der offiziellen Veranstaltung, z.B. dass man nicht quer durchs Feld fährt, etc.

enlightenedDas Eisenbahnmuseum in Resita: Resita war früher nicht nur eine Bergbaustadt (Bereits seit 1718 wurde dort Bergbau betrieben und dafür Bergbauspezialisten u.a. aus Österreich geholt. Deshalb auch der Ort ‚Steierdorf‘, den wir nebenan durchfahren haben). In Resita gab es auch seit 1872 ein Dampflokomotivenwerk (das sind die großen Hallen links am Ortsausgang von Resita nach der Tankstelle, bevor es den Berg hoch geht nach Semenic). Bis 1964 wurden dort Loks gebaut, die auch heute noch, z.B. im Wassertal in Maramures oder in Vietnam ihren Dienst tun. Das Museum wurde zum 100jährigen Jubiläum eröffnet.

 

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