2012 Korsika

 

4:15 Uhr Morgens (nee Korrektur: Nacht !!) Der Wecker klingelt, fühle mich alles andere als wach…indecision mehr im komatösem Zustand gehe ich automatisiert die „morgendliche“ Prozedur der Körperhygiene nach…Gut das ich meine Yamaha XT660 Z Tenere bereits am Vortag fertig gepackt hab. Noch fünf mal gegähnt, Klamotten an, los geht’s…der Einzylinder grummelt zufrieden unter mir und um 5:00 Uhr bin ich pünktlich bei Jörg. Gemeinsam fahren wir Richtung Münchner „Süden“ zu Susanne. Mit ihrer frisch ge-TÜV-ten 2KF fährt sie die älterste XT in unserem Verbund. Susanne bietet uns noch schnell ´nen Kaffee an, ich persönlich durfte diesem Vollkörper-Koffein-Kick nicht ausschlagen, Mann…tat das gut.

Nachdem alle „Kick-Start-klar“ cool waren, ging es mit unseren drei XT´s zum nächsten Treffpunkt; eine Tankstelle in Scharnitz.

  

Den kurzen Tank- bzw. Wartestop nutzten wir Drei um uns aufzuwärmen, denn zwischen Garmisch und Mittenwald war in der Nacht vorher (Info: es ist Ende Mai) Neuschnee !! gefallen. Es war echt bitterkalt. Um ca. 07:45 Uhr traf auch das letzte Mitglied unserer Truppe ein: Wolfgang.

Unsere vier Nippon-Einzylinder-Enduros schnurrten nun gemeinsam, über Zirl, dem Alpenhauptkamm entgegen. Dieser wurde mit der alten Brennerstraße und dem Penser-Joch (Timmelsjoch war noch geperrt) im herrlichen Sonnenschein überquert. Tja, und der Ausblick entschädigte uns für die frühmorgendliche Tourtour.

 

In Bozen angekommen brennte der Planet herunter was er hatte, wo wir dann auch Mittags beim „klassischen“ Italiener zum Essen einkehrten (Pasta ala Italia: Hmm, assaggiato molto bello). Generell war unser Ziel, für diesen Tag, ein Campingplatz in Bardolino. Der Weg dorthin führte uns an der Strandpromenate des Lago di Gada entlang. Pffff…, was soll man groß sagen…für unseren Geschmack zu viel Tourismus. Jörg´s Aussage dazu kann ich nur teilen: “ Der See wird mich höchstens bei ´ner Durchreise wieder sehen. Die Umgebung ´is allerdings klasse.“

Allein an diesem Tag, saßen wir ungefähr 12-13h im Sattel, sind ca. 450km gefahren (fast nur Landstraße). Ich kann bestätigen, wir waren alle platt. Zusätzlich schmerzte meine Kupplungshand und das Sitzfleisch war gut durch. Jaaaa…der Arsch brannte…bin halt auch schon Ü40… cheeky

Am nächsten Tag sind wir gemeinsam in die Dolimitenausläufer, nördlich Verona, gefahren. Eine wirklich schöne kleine Tour auf kleinen Sträßchen, nur das Navi von Jörg machte anfangs „Mucken“. Es wollte nicht so wie wir wollten. Also die alten guten Karten ausgepackt. „Irgendwie ist das was handfestes“, meinte Wolfgang. Recht hat er. yes

 

Nach ca. 150 km und einem herrlich mundenden 11.- €  Dreigänge-Mittags-Menü ging es langsam den Abend entgegen. Auf einem Steg am Gardasee, wurde dann noch, beim Sonnenuntergang, deftig „Brotzeit“ gemacht; mit toskanischen Schinken, würzigen Korsischen Käse, Brot und ´ner Pulle Vino. War ein echt gelungener Biker-Tag. Zur Nachahmung empfohlen. cool

Tja, und schade, denn am nächsten Morgen verabschiedete ich mich von Susanne, Jörg und Wolfgang. Die Wege trennten sich. Während die Drei sich, in den nächsten beiden Tagen, sich weiter in den Dolomiten austobten, führte mich meiner nach Korsika, bzw. erstmal nach Livorno zum Fährhafen….

 

Bis Modena Autostrada…und „Schitt“ !! …habe die Ausfahrt nach Maranello/Abetone verpasst (Mein Plan war die S12 durch die Toskana nach Pisa zu fahren). Wie gesagt: in Gedanken versunken, Ausfahrt verzockt! Was nu ? Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren lasse ich meine Tenere weiter die Autobahn über Bolongna-Firenze-Lucca schnurren. Ca. 40km vor Pisa erwischt mich der sich zunehmend ankündigende Regen. Trotz allem nehme ich die vorzeitige Ausfahrt bei Lucca und fahre, zumindest das letzte Stück der S12, Pisa entgegen den „Schiefen Turm“ anschauen.

Hatte ihn bis dahin noch nie gesehen und: surprise Mann ist der schief ! muss man echt mal gesehen haben.

Nachdem es ja regnete bin ich nördlich Livorno in ein Hotel, zum Übernachten, eingekehrt (für eine einzige Regennacht auf dem Campingplatz zu nächtigen empfand ich als dämlich, nasses Zelt usw.) Nach den über 350km war ich froh die Klamotten trocknen zu können, die gerissene Packtasche zu nähen und nebenbei den italienischen TV-Reportern zu lauschen, welche das Champion L. Finale und die Niederlage des FCB. kommentierten.

Nächster Morgen: So. 5:00 Uhr aufstehen (*gähn 20x). Hab kaum geschlafen. Nein, nicht wegen der Niederlage des FCB, sondern aus „Bammel“ die Fähre zu verpennen (war gefühlt jede ½ Stunde wach).

Am Fährhafen angekommen, beginnt sich das Wetter wieder zu verschlechtern (Regenwolken ziehen auf).

Ah ja, Tipp beim Einfahren in die Fähre; schööön vorsichtig fahren !!  Der Metallboden kann mit Öl oder Salzwasser verflucht rutschig werden.

8:10 Uhr wir schippern übern Teich. Ich versuch auf dem Zwischendeck etwas Schlaf nachzuholen, ohne Erfolg und  wer mich kennt, weiß das ich Wasserfahrzeuge aller Art nicht wirklich mag, entsprechend gings mir auch (* nicht nur schwammige Knie).

In Korsika angekommen, empfängt mich die Hafenstadt Bastia, im strömenden Regen.angry Mein erster Gedanke: Des´ is alles andere als ein Urlaubsort. Die Entscheidung fiel an der erstbesten korsischen Tankstelle, als ich meinen Regenkombi „geschmeidig“ anlegte: Es geht direkt Richtung Furiani / Lido de la Marana (ca.9km vom Hafen Bastia´s entfernt).

Dort gibt es Campingplätze mit Bungalows (im nach hinein eine seeeehr gute Wahl, mein Zelt hätte den kommenden Wassermassen nicht standgehalten).

Am Campingplatz San Damiano angekommen (wirklich sehr zu empfehlen: Kontakt: Camping San Damiano / Lido de la Marana / 20620 Biguglia / France / Phone: 0033-495-336 802 / Sanitäre Anlagen: sehr gepflegt ), hab ich mich in die preisgünstigsten, wasserfesten 4-Wände einquartieren lassen, welche zur Verfügung standen.

Blick von der Terrasse: Regen, Regen, Regen und das den ganzen Resttag lang. Danach die übliche Prozedur: alles Trockenlegen. Anschl. Duschen und erst mal was Warmes essen: Päckchensuppe und Päckchen-Cappocino welches ich als Notessen mitführe…das tat richtig gut. Es stimmt schon: Etwas Warmes braucht der Mensch. Danke hier noch mal an Fred, von ihm ist der Tipp der Suppentüten (sind leicht und Packvolumenarm )

Next Day. Mo. 8:00 Uhr. Das Wetter hat sich beruhigt (kurz Frühstück, incl. Pulver-Cappo) und um 9:00Uhr war ich auf Achse: CapCorse stand auf dem Programm:

 

Über Bastia die Küstenstraße D80, Richtung Norden der Insel, bis nach Serena. Hier folgte ich im Anschluss der D180 ins Landesinnere, zur Westseite des Cap´s. Ziel: die Stadt Pino. Eine wundervolle Strecke, nur Kurven !! und es duftet intensiv nach Pinienwäldern. Natur pur…

 

Die landschaftlichen Eindrücke sind so vielfältig, dass ich mich immer aus Neue auf die Kurven konzentrieren muss. Ich erwische mich laufend dabei, wie mein Blick über die Landschaft streift. Ja, Korsika ist ein Genuss. kiss Die Insel wird mich nicht zum letzen Mal gesehen haben (*dieser Entschluss stand schon nach den ersten Kilometern fest !!).

Diese Tour hatte ca. 140km, welche ich in gut 4h absolvierte. Vorsicht ist geboten: Steinschlag auf den Straßen ist normal und die Nordspitze der D80 ist wirklich Straßenenduro würdig.  Im Anschluss fahre ich, im Uhrzeigersinn, über Centuri und das verträumte Hafenstädtchen Macinaggio wiederum die D80, der Küste entlang, zurück zum Campingplatz.

 

Das Wetter wird immer schlechter und bei Bastia erwischt mich der Regen erneut. Es regnet wie aus Kübeln !! und das wiederum den ganzen Resttag lang.

enlightened Aufgrund der Wettereinflüsse plane ich nachmittags, bei Tütensuppe und Tüten-Cappochino, meinen „Inselumrundungstourenplan“ komplett um. 5 Alternativen mit nicht mehr als 150km: mit Ausgangspunkt Bastia. Darunter das Asco-Tal, die Stadt Corte, St. Florent und ins Desert des Agriates soll es gehen (auch zwei Offroadstrecken sind geplant).

Abendessen: Kartoffelsuppe, Baguette, Käse, Mortadella. Der XT spanne und schmiere ich noch die Kette, die hatte es echt nötig !!

Nächster Morgen: 8:09 Uhr Augen auf – Regen – (*oh-no) Augen wieder zu, 10:03 Uhr Augen auf – Regen – Bohw…das Wetter auf Korsika macht ja depressiv. Gehe erst mal auf die Keramik und drücke meine Meinung zum Thema Wetter in die Schüssel (ohne Worte).

Um 11:00 Uhr blitzt die Sonne durch, rauf auf die Tenere. Heute geht es grob nach St. Florent.

Von Bastia aus nehme ich die N193 nach Süden um anschl. rechts weg, der D82 nach Murato folgend, ins Landesinnere einzutauchen. Straßen wie es die XT liebt. Die Eindrücke sind einfach berauschend. Man schraubt sich ca. 600 Höhenmeter hoch um einen sagenhaften Ausblick zu genießen.

 

Weiter geht es über die D62 nach Sorio und San Garino di Tenda, weiter über die schmal gewundenen, von der Verwitterung heruntergekommenen, Bergstraßen nach Sto-Pietro.

 

Die Kirche Eglise San Pirtro ist ein wenig bezeichnend für das korsische Hinterland; alt und verfallen. Auch sieht man hier in den Dörfern nur ältere Menschen. Die Jugend zieht es in die Großstädte oder gleich aufs Festland (Landflucht). Somit bleibt hier, gefühlt, die Zeit stehen. Selbst um die Mittagszeit sind in den kleinen korsischen Bergdörfern die Rollläden noch zu.

 

Nach einigen weiteren Kilometern verlasse ich die D62 und fahre zum Monte a Mazzda (229m) hinunter. Grund: Am Fuße des „Berges“ liegt ein herrlicher Badesee, welcher im Sommer zum Baden einladen würde. Mir allerdings kam zuviel Nass von oben, als das ich mich in den See gestürzt hätte. laugh

 

Der Straße links folgend trifft man wieder auf die D82 und hat nun, nach kurzer Zeit, St. Florent erreicht. Eine wirklich wunderschön gelegene Hafenstadt, wo ein Cafe nach dem Anderen, an der Hafenpromenade charmant zum Verweilen auffordert.

Meine Yamaha führt mich anschl. weiter über die D81. Es geht an der Egl. St. Martin Cardeto (Kathedrale) serpentinenartig den Bergkamm hinauf.

   

Am Scheitelpunkt angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Blick auf Bastia belohnt. Diese Tour hatte eine Fahrzeit von 3h bei 95 zurückgelegten Kilometern.

Am nächen Tag. 8:00 Uhr, die Sonne scheint, die Frisur sitzt, perfekt !! Die Tenere scharrt mit ihren Stollenreifen und um 9:00 Uhr bin ich auf dem Weg ins Asco-Tal, eines der Highlights, welches ich unbedingt durchziehen wollte. Wetter hin oder her…

Ich lasse mich ganz unspektakulär über die N193 bis Cantinone tragen. Hier an der Kreuzung ca. 2km nach Norden die N197 und anschl. dem Wegweiser rechts weg nach Asco folgen.

Auf dem Weg ins Tal war Sonnenschein pur, die weit geschwungene Straßenführung ging flott vonstatten.

In der Ferne sieht man schon das Gebirgsmassiv und der Straßenverlauf läst keine Wünsche offen. Das Asco-Tal zu durchfahren ist äußerst imposant. Die Gegend besticht durch die schroffen Felswände und eben den Asco, der wilde Gebirgsbach, der dem Tal seinen Namen gibt.

 

Ach ja, wichtig zu erwähnen; auch hier Steinschlaggefahr hinter jeder Kurve und Kühe. Ja, Kühe  Einzeln oder in Gruppen. Das Rindvieh geht trotz XT-Einzylinder-Gebrummel nicht aus dem Weg (ev. ist die Front-Siluette meiner 660er Tenere ihnen optisch zu ähnlich ?!!). Erst als ein Auto kam, hatten sie Respekt und galoppierten im Schweinetrab von dannen…

Der Ort Asco selbst ist wieder eines dieser verschlafenen korsischen Bergdörfer, sehr enge Gassen, das typische Flair.

Nach weiteren 14km kommt man, an Kieferwäldern vorbei, zum höchsten anzufahrenden Punkt: Haut-Asco. Hier gibt es eine Raststation, welche meist Ausgangspunkt für weitere Wanderungen ist. Links im Blick der Mourella (2148m) und rechts der Monte Cinto (leider im Nebel verhüllt). Er ist der höchste Berg Korsikas mit 2706m.

 

Wieder auf dem Rückweg sind die Eindrücke dieser Felslandschaft noch imposanter (eine erstklassige Strecke: Pflicht für alle Motorradfahrer…).

 

Tja, und wenn man schon mal in dieser Gegend ist, sollte man Corte besuchen, die „heimliche Hauptstadt“ Korsikas, mit der einzigen Universität der Insel und ihrer unverwechselbaren Zitadelle, welche schon von weitem zu sehen ist. Ein Besuch ist sie allemal Wert.

 

Fahrstrecke der Tour 205km in 5h.

Morgens 8:00 Uhr. Wetter ? Bewölkt !! 9:00 Uhr: die Sonne kommt raus. Super, denn heute soll es Offroad gehen. Korsika bietet hier ja so einiges an…Es soll nach Saleccia, ins Desert des Agriates,  gehen. Der örtliche Strand ist nur per Geländewagen,  Enduro(MX), eben Offroad, oder vom Meer her, mit dem Boot zu erreichen.

Nicht weit von der Plage de Selaccia gibt es auch noch den Plage de Loto. Einheimische sagen dieser Strand sei das Paradies. Südsee-Feeling pur.

Ich fahre die bereits bekannte Route D264/D81 von Bastia nach St.Florent. Diese Strecke 2x zu fahren ist ja schließlich keine Strafe (könnte glatt meine Hausstrecke werden). St. Florent lasse ich hinter mir und folge der D81 Richtung I´lle Rousse. Die Ortschaft Casta ist mein Ziel und nach ca. 10km, genussvollem Kurvenschwingen, habe ich ihn auch erreicht. Nach weiteren 1-2km wäre ich fast an der „Einfahrt“ zum Saleccia-Strand vorbeigefahren.

 

Hmm, was soll ich sagen; der Weg IST Offroad pur. Der Regen der letzen Tage hatte sein Werk vollbracht: tiefe Auswaschungen, Spurrillen, Wasserdurchfahrten, ect. wau-wau… Nach einer Weile habe ich den Versuch abgebrochen mich, mit meiner „Fast-200kg-Tenere“, durchzukämpfen. Mit meiner DR350 (US) wäre dies fun pur gewesen…(*Seuftzer)…, aber so hätte ich wohl für die 28km Offroad (hin und zurück) min. 2-3h benötigt. Diese Zeit kann man auf Korsikas Straßen besser nutzen. Zudem wollte ich, so kurz vor der Rückreise, kein unnötiges Risiko eingehen. Schließlich wäre ich hier auf mich allein gestellt gewesen…denn diesen Weg zum Strand wäre, an diesen Regentagen, wohl kaum jemand gefolgt.

Ach ja, die D81 in Richtung I´ll Rosse / Calvi  ist herrlich zu fahren. Und den Weg zurück brauch ich hiermit nicht mehr zu beschreiben. 110km (+ 28km Offroad), Dauer ca. 3-5 Stunden.

 

PS: Mittlerweile tun dem Ü40-Fahrer Arsch, Kupplungs- und  Gashand weh. Ruhetag einlegen wäre angebracht.

In der folgenden Nacht kam ein Gewitter, über dem Gebirge, auf: Regen, Blitz und Donner als ob die Welt untergehen würde! Tags drauf kamen zwei deutsche Zelt-Urlauber in die Bungalow-Anlage. Sie erzählten mir, sie wären mit ihren Zelt, auf ihren Luftmatratzen liegend, davongeschwommen. Nur um zu verdeutlichen wie es in dieser Nacht geschüttet hat !!

Gut das ich meinen Plan (die Insel per Zelt zu umrunden) gleich zu Anfang verworfen hatte.

Ja, heute Ruhetag. Die Sonne scheint mal wieder und ich bin schließlich in unmittelbarer Strandnähe einquartiert. Was liegt an? Jaaaa, klaaar: faul in der Sonne liegen, nix Motorrad.

 

Die Gedanken an die 750km lange Autobahn-Rückfahrt schießen mir durch den Kopf (*würg). Doch Motto heut: Relax !!!

Am nächsten Morgen beschloss ich die Stadt Bastia genauer anzusehen.

Bastia ist eine schöne Stadt mit sehr viel Tourismusangeboten; von der Zitadelle Terra Nova angefangen, über die Cafes, Einkaufsmöglichkeiten, Souvenirshops und Kirchen bis hin zur Altstadt. Generell ist Bastia ein, oder der pulsierende zentrale Wirtschaftshafen Korsikas.

 

Die Zitadelle oder die Kirche St. Jean-Baptiste sind einen Besuch wert. Der alte Hafen hat auch was…

 

Zu guter Letzt darf man Korsika kulinarisch nicht außer Acht lassen:

Nicht nur die Weine sind in aller Welt angesagt. Nein, auch der Korsische Käse hat Berühmtheit erlangt (nicht nur durch die literarische Nennung in >Asterix bei den Korsen<). Der würzig-milde Ziegenkäse oder die Pasteten aus Wildschwein, Kastanien und Nüssen sind wie auch die geräucherten Schinken herzhaft im Geschmack. Für die Süßen Sünden gibt es die mit Honig, Haselnüssen, Kaffe, Rum und Limonensaft verfeinerte Nougattorte. Zum hiesigen Bier, genannt „Pietra“ ist zu erwähnen, dass Kastanienmehl ein Bestandteil ist. Somit: Bon Appetit und Santé.

Nun, die Heimreise stand an; Fähre Abfahrt: 8:45. Bin schon um 6:00Uhr wach, die XT fertig beladen. „Katzenfrühstück“. 6:30 Uhr das Gate des Champingplatzes öffnet sich. Ab zum Hafen. Beim Einreihen, in die Fähre, hatte ich noch einen netten Smaltalk (incl. frisch gebrühtem Kaffee) mit zwei deut. Pärchen in ihren VW-Bussen. Einer der Herren hatte eine Trailmaschine geladen; diesen Gedanken behalte ich mir mal im Hinterkopf…

Pünktlich ging es die 4h Fährzeit zurück nach Livorno / Italien.

Heimfahrt über die bekannten Autobahnen: A12-A11-A1 nach Bologna. Schon war Modena und Verona vor mir, es ging überraschend zügig voran. Ich beschloss somit die 750km, alles per Autobahn, durchzufahren, es zog mich nun einfach nach Haue.

Nach ca. 10h Fahrt bin ich gesund zu Hause angekommen. Danach geduscht und bin ins Bett gefallen. Habe mit meiner Tenere, bei diesem Trip, über 2600 problemlose Kilometer abgespult. Korsika ist definitiv eine Reise wert, mit dem Motorrad sowieso…

Abgesehen davon, dass das Wetter bei meinem Besuch nicht das Gelbe vom Ei war, wird mich diese Insel nicht zum letzen Mal gesehen[codepeople-post-map] haben. Den südwestlichen Teil Korsikas habe ich ja noch nicht gesehen…somit…Fortsetzung folgt.

 

My location
Routenplanung starten